Saisonstart 2017 – wenn nicht nur das Womo wieder startklar ist

5 Monate stand das Womo still – und fast ein Jahr lang war es hier sehr still. Der erste Punkt ist schnell erklärt: im Winter campen wir nicht. Zumindest bisher. Es gab zwar den Ansatz über Silvester wegzufahren, da wussten wir aber nicht, dass man Silvesterplätze tunlichst rund um Ostern bucht.

Der 2. Punkt ist irgendwie gar nicht erklärbar, der Blog ist irgendwie in Vergessenheit geraten. Vielleicht, weil es niemanden interessierte, was ich schrieb. Vielleicht, weil es mich selber nicht interessierte. Vielleicht, weil ich in meinem neuen Job soviel zu tun habe.

Wie auch immer, nun sind beide wieder startklar.

Die erste Reise des Jahres führte uns nach Bad Waltersdorf. Ostern muss es immer was mit Therme in der Nähe sein, wegen des ungewissen Wetters (oder weils bei uns prinzipiell immer regnet, wenn wir wegfahren). Erstmals nur zu dritt ging es am Mittwochvormittag los. Und erstmals war es auch für mich ein heißersehnter Urlaub, abschalten, Zeit haben, nichts tun.

Der Campingplatz war rasch gefunden, diesmal ganz ohne Umwege und der uns zugeteilte Platz gleich in Beschlag genommen. Hach, wir hatten uns ja ein neues Vorzelt gekauft. Die Markise ist zwar toll, aber bei Wind und Regen eher ungeeignet. Auf der Campa im Herbst entdeckten wir ein einfach aufzubauendes Zelt für Wohnmobile und gönnten uns diesen Luxus.

Laut Herstellervideo steht das Ding in 5 Minuten. Wir brauchten zwar gute 30, aber einfach war es wirklich. Und brachte uns eine Wohnraumerweiterung um ca 8qm ein. Herrlich. Sonne genießen und den Wind draußen lassen (zur Zeit sitze ich IM Womo, sämliche Tür- und Fensteröffnungen des Vorzelts sind weit offen. Warum? Es geht soviel Wind, dass wir Angst haben, das Ding fliegt uns davon. Also haben wir alle Windangriffsflächen entfernt und sitzen lieber drinnen.)

Campingalltag

Aufstehen, frühstücken, aufräumen, häkeln, irgendwas tun, essen, schlafen…

Nun ja, ganz so langweilig ist es nicht, noch dazu wo dieser Campingplatz so einiges zu bieten hat. Anfangs waren wir von dem Osterprogramm regelrecht erschlagen. Traktorfahrt hier, Oldiebus-Fahrt da, Osterfeuer, Osterbasteln.

Mittwoch war aber erstmal Relaxtag, ankommen und wohlfühlen. Donnerstag wollten wir in die Therme, aber dann fand Lucy eine neue Spielgefährtin und war nicht mehr gesehen. Also noch ein Relaxtag, was mir sehr zugute kam. Ich hatte Schlaf-Nachholbedarf. Abends wurden dann Ostereier bebastelt, auch vom CP organisiert.

Freitag war es dann aber endlich soweit. Der CP bietet ein Thermentaxi und brachte uns um 11:00 in die H2O-Therme. Warum die so hochbejubelt wird, konnte ich nicht herausfinden, ich fand sie extrem laut, extrem überhitzt und extrem teuer. Lucy gefiel es und ich hatte eh mein Häkelzeug mit.

Samstag durfte es dann wieder ein Programmpunkt sein – mit dem Oldiebus (51 Jahre) in eine nahegelegene Ortschaft zu einem Kinderland mit Hüpfburgen und Trampolin. Lucy war wieder happy, noch dazuw ar ihre neue Freundin mit dabei. Die beiden setzten uns Eltern einfach an einen Tisch und es blieb uns überlassen, was wir die nächsten 4 Stunden miteinander anfangen würden. Zum Glück sind die 2 auf unserer Welle, auch uns verging die Zeit wie im Flug.

 

Samstagabend dann das phänomenal schöne Osterfeuer – endlich war mir auch mal warm, ohne in drei Decken gewickelt zu sein.

Ostersonntag, Frühstück in ultralang. Pustekuchen, um halb 10 mussten wir wieder beim Eingang stehen – der Osterhase kam am Campingplatz vorbei. Alle marschierten brav zum Bauernhof, wo die Kinder Osternester suchen durften und die Erwachsenen (zumindest ich) sich im Wind den Ar*** abfroren. Und nein, ich war nicht falsch gekleidet, ich hatte schon meinen Mantel UND Richis Lederjacke an. Ich sah zwar aus wie frisch aus dem Humana-Kübel importiert, aber hier sieht mich ja keiner. Also bis auf die anderen ca 100 Camper. Der Platz ist bummvoll. Sowas kenn ich nur aus der Hauptsaison im August. Die machen hier echt was richtig.

Die Kids fuhren mit dem Oldietraktor wieder retour, wir wanderten zu Fuß den Hügel hinab. Aber dann, endlich Osterfrühstück. So fein mit Spiegelei und Speck und Kipferl und Semmeln und Wurst und Käs und…. Mittagsschläfchen gleich im Anschluß.

Und nun sitzt ich hier, stelle fest das mein macBook nicht mehr alle Tasten am Zaun hat, der Akku hinüber ist und nach gefühlten drölfzig Neustarts endlich das tut was ich will und schreibe Reisetagebuch.

Richi guckt Formel 1, Lucy ist mit Freundin und Rad unterwegs. Ich friere, weil Richi auf Frischluft pocht. Wenn ich es jetzt auch noch schaffe, die Fotos vom Handy hierher zu importieren, gibt es auch noch Bilder. Ansonsten werden die nachgeliefert, wenn wir wieder daheim sind. Da Brendy uns noch nicht vermisst und ihre Alleinherrschaft über Haus und Hof genießt, könnte es durchaus sein, dass wir verlängern.

Wir haben nämlich einen echt empfehlenswerten CP erwischt, ohne Mängel und Gruselfaktoren. Einzig die Schienen, die direkt dahinter vorbeiführen, stören alle paar Stunden die Idylle, aber offenbar braucht hier am Sonntag keiner einen Zug, heute ist es ganz still.

Einzig, was es zum Abendessen gibt, ist noch nicht geklärt. Eigentlich wollten wir grillen, dafür hätten wir aber vor 5 Stunden das Fleisch auftauen müssen. Da war aber soviel Wind, das wir es gelassen haben. Nun bleiben noch Dosen (Gulasch, Chilli oder Reisfleisch), Toast oder Fertignudeln (Schinken-Käse, Käse-Kräuter). Ich hab Hunger (auch etwas eher ungewöhnliches).

 

 

 

 

Bettina

Wollverkauf |Energetikerin | Autorin | Mama | Ehefrau | stricken, lesen, bloggen, Reisen mit dem Womo

2 Gedanken zu „Saisonstart 2017 – wenn nicht nur das Womo wieder startklar ist

  • 16. April 2017 um 19:33
    Permalink

    Die Türe mußte offen sein um die Funktion des Routers zu gewährleisten. Sonst gibt’s ja wieder Meckerer.

    Lieb dich

  • 16. April 2017 um 19:41
    Permalink

    Wenn die Tür offen ist, ist aber meine Grundfunktion eingeschränkt. :-D

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