Reisebericht Maltschachersee

Freitag, 13.5.

Nein, nein, nein, Freitag, der 13. ist kein Unglückstag. Wer glaubt denn so was blödes? Immerhin fahren wir endlich wieder ein paar Tage weg. Um 16:00 soll es losgehen. Lieber spät abends eintreffen und ein wenig Streß haben, als erst am nächsten Morgen losfahren und den Vormittag verlieren.

IMG_9525Klar regnet es, das tut es immer, wenn wir wegfahren. Gesetz der Serie oder so, keine Ahnung. Die Fahrt geht zügig voran, vom Pfingstverkehr ist nicht viel zu spüren. IMG_9536Nach knapp vier Stunden brauchen wir das Navi, die Straßen werden immer enger und ländlicher. Dafür scheint hier fast noch die Sonne.

Wir kommen an einen Campingplatz – es ist der falsche. So groß ist der See doch gar nicht, dass es hier 2 Campingplätze braucht. Nun, offenbar doch. Noch 2 Kurven und wir haben den Richtigen. Exklusivplatz direkt am See mit eigener kleiner Bucht – im Sommer sicher ein Traum. Jetzt sind wir erstmal froh, da zu sein. Nur WoMo scheint es nicht so zu gefallen – es stinkt. Bestialisch. So, als hätten wir im Kofferraum drei Leichen gestapelt. Irgendwas stimmt hier nicht. Richi fragt, ob wir wieder heimfahren sollten. Wozu? Samstags hat auch bei uns keine Werkstatt offen. Das Restaurant hier übrigens auch nicht mehr, aber mittlerweile sind wir Profis und alle werden satt.

IMG_9537 IMG_9540Samstag, 14.5.

IMG_9544Wenn man mit so einem Ausblick aufwacht, kann man fast nur im Paradies sein. Es ist einfach traumhaft schön hier – und ruhig. Nur Vogelgezwitscher, leises Geplätscher des Wassers und sonst nix.

Wer es verpasst hat über Perescope, wo ich live vom Urlaubsort streame, kann sich hier das Video nochmal ansehen.

*Kurzer Zwischenschub: Perescope ist eine Livestream-App, unser Benutzername ist @diecamper und wenn du die App hast, kannst du live mitverfolgen, was wir grade tun. Die Videos sind nur 24 Stunden verfügbar.

IMG_9555Nach einem ausgiebigen Frühstück widmet sich jeder seinen Vorlieben. Brendy macht Hausaufgaben, Lucy spielt mit ihrem neuen Tablet (sehr praktisch, da man beim Campen sehr aufs Gewicht achten muss – unsere Brettspiele haben wir jetzt digital mit), ich packe Liegestuhl, Essen und Strickzeug und mich in die Sonne mit Seeblick.IMG_9557
Abends gehen wir essen. Das am Platz gelegene Restaurant gehört zur Oberklasse und bietet ein dermaßen leckeres Essen, dass wir anschließend nur mehr vollgemampft ins Bett fallen. Wer sich allerdings hierher verirren soll, ist uns schleierhaft. Aber es ist trotz Lage gut besucht, die Leute müssen also offenbar wissen, was sie hier kriegen.

 

Sonntag, 15.5.

Sonntagsspaziergang rund um den See – nach 3,5km sind wir wieder “daheim”. Nein, groß ist er wirklich nicht, aber schön. Lucy beschließt, dass es warm genug ist, um schwimmen zu gehen. Nun ja, darüber kann man geteilter Meinung sein, 21 Grad in der Sonne empfinde ich noch nicht sooo heiß, um sich abkühlen zu müssen. Aber was solls, sie wird selber draufkommen.

Soweit kommt es aber gar nicht, plötzlich steht sie heulend vor mir. Der Holzsteg ist ein echter Holzsteg – und beim Hinsetzen hat sie sich einen so großen Span in den Po gezogen, dass der Tage später noch weh tut. Seither isst sie knieend vorm Tisch. Sitzen tut weh. Das Tablet kann man aber zum Glück auch am Bauch liegend bespielen.

Die Zeit fliegt dahin, die Stunden vergehen wie im Flug. Ruhe, Erholung, spazieren gehen, schlafen, essen – alle sind zufrieden.

Dienstag, 17.5.

Eigentlich wollten wir erst gegen 15:00 die Heimreise antreten, die Unruhe und das Nichtwissen, was denn nun mit WoMo los ist, lässt uns aber keine Ruhe. Also packen wir zusammen und fahren vorsichtig los. Kupplung? Motorschaden? Eintagsfliege und alles gut?

Nicht wirklich. Irgendwie stinkt er immer noch, nicht so schlimm wie bei der Ankunft, aber doch. Richi fährt ihn behutsam, dann brauchen wir halt etwas länger. Sehr unentspannt, die Heimreise. Ein Anruf bei der Werkstatt – die hatten keine Zeit, sich so schnell drum zu kümmern (und wir wollen doch in einer Woche wieder los). 2. Werkstatt. Ja, wenn wir bis 17:00 da wären, würden sie ihn noch am selben Abend übernehmen.

Wir sind um 16:15 daheim, stellen einen gemeinsamen Rekord in WoMo entladen auf (12 Minuten) und stellten ihn 10 Minuten vor 5 vor der Werkstatt ab. Seither sind wir sehr traurig, dass WoMo nicht vor der Haustür steht, irritieren sämtliche Beuscher, die ebenfalls verwundert Ausschau halten und hoffen, dass Schneckihaus II nicht allzusehr weint so ganz alleine in der Werkstatt. (Außerdem beten wir, dass nicht der WorstCase eintritt und die Reperaturkosten bei über 2000€ liegen. Und dass er fertig wird bis Mittwoch, Mureck wartet!).

IMG_9575 IMG_9589 IMG_9602 IMG_9626

Bettina

Wollverkauf |Energetikerin | Autorin | Mama | Ehefrau | stricken, lesen, bloggen, Reisen mit dem Womo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere